
„Malerei ist stumme Poesie, Poesie ist sprechende Malerei.“ Dieser Gedanke wird dem griechischen Dichter Simonides zugeschrieben, und er hat mich durch mein ganzes Studium begleitet. In meiner Masterarbeit an der Staatlichen Universität Novi Pazar habe ich untersucht, wie Dichtung Malerinnen und Maler inspiriert hat.
Von den Präraffaeliten bis heute
Besonders fasziniert haben mich die Präraffaeliten in England. John William Waterhouse, William Holman Hunt und Dante Gabriel Rossetti haben Szenen aus Gedichten gemalt, Rossetti war selbst Dichter. Auch William Blake hat Text und Bild zu einer Einheit verbunden. Auf dem Balkan war Đura Jakšić zugleich Maler und Dichter.
Die Natur als gemeinsame Quelle
Was Dichter und Maler verbindet, ist die Natur. Mein Wendepunkt war eine Künstlerkolonie in Plav und Gusinje in Montenegro. Bergseen, Seerosen und weite Wiesen haben mich so berührt, dass sie bis heute meine wichtigsten Motive sind.
Farbe als Gefühl
Auf meinen Bildern dominieren Türkis, Blau und Grün, oft mit Akzenten in Rot, Orange und Ocker. Ich male mit freien, rhythmischen Pinselstrichen. Jedes Bild ist eine eigene kleine Welt, so wie ein Gedicht. Mein Wunsch ist, dass jemand vor einem meiner Bilder steht und es wie einen Vers liest.
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